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Bericht des Remscheider Generalanzeiger vom 8.10.2011

WIRTSCHAFT Das Rader Unternehmer-Netzwerk "RUN" traf sich

Von Sonja Kuhl

Stammtisch 6.10.2011 Foto © M.Sieber

Seite an Seite standen die zwei Rader Unternehmer da und beguckten die Auslage in der Vitrine. "Exportartikel" war der Titel der Ausstellung in der Sparkasse. Der Eine wollte sogleich punkten. "Was da liegt", sagte er und fuhr den Zeigefinger aus, "das verarbeiten wir." Das kaufe er stets bei einer Firma im Schwarzwald.


Der andere begann herzhaft zu lachen. "Was da liegt", sagte er, "produzieren wir. Und raten Sie mal, wohin wir das verkaufen?"

Michael Scholz, Marketingchef der Sparkasse Radevormwald / Hückeswagen, kann sich noch gut an dieses Gespräch in seinen Räumen erinnern. Und auch an die Konsequenz: "Netzwerkarbeit leisten", lautete damals das Stichwort. Es entstand das Radevormwalder-Unternehmer-Netzwerk, kurz RUN. Das feiert dieses Jahr den sechsten Geburtstag - und kürzlich das 25. Treffen der Unternehmer.

170 Rader Unternehmer gehören dem Netzwerk an, weiß Michael Scholz zu berichten. Reihum treffen sie sich zu Fachvorträgen und zum Kontakteknüpfen in ihren Firmen - und dort gibt es wie am Donnerstag bei Holzmann - stets eine Führung durchs Unternehmen. "Es ist schön, dass die Unternehmer das Signal geben, Ihr dürft in meine Firma kommen.", findet Michael Scholz.

Anfangs habe man vor allem bei den größeren Firmen Überzeugungsarbeit leisten müssen. "Wir haben in Rade keine Kunden", habe es von dem ein oder anderen geheißen. "Wer hilft euch, wenn ihr ein handwerkliches Problem habt?", habe Scholz dann gefragt. Es wurde schnell klar: Maler, Elektriker und Co. gibt es auch in Radevormwald.

Seine Ziele - Unternehmen vernetzen, die Kaufkraft vor Ort halten und "ein Stück Wirtschaftsförderung" betreiben - habe RUN in jedem Fall erfüllt, findet Michael Scholz. Darauf dürfe man sich jetzt aber nicht ausruhen. So gibt es bereits Zukunftspläne. Im Frühjahr 2012 gebe es eine neue Vorstellungsrunde.

Zudem plant RUN derzeit eine Ausbildungsbörse vor Ort. Die umliegenden Städte hätten alle ihren eigenen Ausbildungsbasar. Remscheid und Wermelskirchen zum Beispiel. Das Interesse bei den Schulen sei groß, berichtet Scholz. Derzeit laufe eine Abfrage bei den ortsansässigen Unternehmen, wer sich an einem Ausbildungsmarkt beteiligen würde. "Das wird in den nächsten Wochen ausgewertet." Weitere Infos: www.run-forum.de